Gedanken zum Muttertag und Vatertag

Heute ist Muttertag. Da macht man sich so seine Gedanken. Entweder weil die Mutter schon nicht mehr lebt oder weil einem bewusst ist, dass sie nicht mehr lange da sein wird. Auch bei mir war es immer so, dass ich das alles als selbstverständlich hingenommen habe. Es waren Tage, die halt einfach da waren. Mutter und Vater bekamen was geschenkt, an Muttertag und Vatertag. Pflicht erfüllt. Alles war wieder gut. 

Heute seh ich das anders. Meine Eltern sind tot. Schon seit Jahren. An solchen Tagen wird man nachdenklich. Man denkt, "Hätte man doch früher das ein oder andere anders gemacht.....!

Wie heißt es so schön? Hinterher ist man immer schlauer. Und das ist man auch, wenn man ohne Eltern leben muss. Ich z.B. hätte ihnen gerne gesagt, dass ich für viele Dinge dankbar bin, was sie so gemacht haben. Ich war ja auch ein verwöhntes Einzelkind. :-)
Mutter, Tochter, Familie, Mädchen, Frau, Tag, Park
Damals hätte ich es nie gesagt. Sowas war bei uns nicht üblich, solche Gefühlsduseleien. Heute ist es zu spät. Ich könnte es aufschreiben oder es sagen und dabei in den Himmel gucken, aber das wäre nicht das Gleiche. 

Darum kann ich heute jedem nur raten, sein Verhalten gegenüber den Eltern zu überdenken, solange es noch geht. Du musst nicht plötzlich ständig sagen wie toll sie sind. Wenn du es bisher nicht gemacht hast. Das wäre wohl nicht echt. 

Aber man kann eine gewisse Zuneigung auch mit kleinen Gesten zeigen. Und das solltest du tun. Ich weiß ja, Eltern können auch nervig sein. Besonders wenn sie älter werden. Sie klammern sich an die Kinder weil ja sonst vielleicht keiner mehr da ist, weil der Partner und andere Familienmitglieder schon tot sind. Dann ist es für uns eher lästig, weil wir ja unser eigenes Leben haben und nicht ständig für andere da sein können. 

Dennoch solltest du den Eltern zeigen, dass sie dir wichtig sind. Später, wenn sie nicht mehr da sind, kannst du es ihnen nicht mehr zeigen und das wird dir leid tun....... 

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